13.02.2012

70 Millionen Euro für neues Forschungszentrum für Querschnittslähmung in Salzburg

Red-Bull-Chef Dietrich Mateschitz stellt für ein neues Querschnittslähmungs-Forschungszentrum an der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität (PMU) in Salzburg 70 Millionen Euro zur Verfügung.

article imageAnsicht des neuen Forschungshauses der Paracelsus Universität

Dies ist die dritthöchste Spende, die in Europa von einer Privatperson an eine Universität vergeben wurde.

Internationale Experten und Wissenschaftler sollen hier in einem interdisziplinären Team Grundlagen- und klinische Forschung betreiben. Weitere Partner des Projekts sind neben der PMU das Land Salzburg, die Salzburger Universitätskliniken für Unfallchirurgie, Neurologie, Urologie und Transfusionsmedizin, Red Bull sowie die gemeinnützige Stiftung für Rückenmarksforschung "Wings for Life". Bis 2023 belaufen sich die Gesamtkosten für dieses Großprojekt auf rund 74 Millionen Euro.

Von Stammzellenforschung bis Kompensationstherapien

Insgesamt leiden weltweit rund 2,8 Millionen Patienten unter einer Querschnittslähmung. Die
Hälfte dieser bis heute nicht heilbaren Verletzung ist ein Resultat von Verkehrsunfällen.

Aufgrund der Bedeutung des Themas widmet sich das neue Querschnitt- und Gewebegenerationszentrum Salzburg an der Paracelsus Medizinischen Universität gleich vier Forschungsbereichen: der Stammzellenforschung, mit dem Ziel der Regeneration von Nervenzellen, sowie molekularer Ansätze, um die durchtrennten Nervenfasern wieder auswachsen zu lassen und um die Nervenbindungen wieder herzustellen.

Außerdem liegen Schwerpunkte auf der Verhinderung des Folgeschadens nach Rückenmarksverletzung sowie Kompensationstherapien, also der Stimulation von Nerven, Elektrostimulation des Rückenmarks und Rehabilitation. Im Zentrum der Grundlagenforschung wird das GMP-Labor (Good Manufacturing Practice) stehen. Hier werden jegliche Zellprodukte für den klinischen Einsatz am Menschen hergestellt.

„Experimentelle Grundlagenforschung bildet die Basis für Innovationen und schärft das Profil des Forschungsstandorts Österreich“, so René Siegl, Geschäftsführer der österreichischen Betriebsansiedlungsagentur ABA-Invest in Austria. 


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