20.11.2008

Forscher präsentieren ihre Neuentwicklungen auf der MEDICA

Die innovative Seite der Medizin können Besucher auf der 10. Fresenius Erfindermesse im Rahmen der MEDICA in Düsseldorf bestaunen.

article imageInnovationen, die den Weg in die medizinische Routine bereits gefunden haben: Funktionsprüfung von Dialyse-Maschinen von Fresenius Medical Care.
© ddp, Thomas Lohnes.

Viel versprechende Erfindungen aus den unterschiedlichsten Bereichen der Medizin gibt es auf der 10. Fresenius Erfindermesse im Rahmen der Medizinmesse MEDICA in Düsseldorf zu sehen. 20 ausgewählte Forscher, Entwickler und Erfinder werden ihre Ideen vom 19. bis 21. November 2008 erstmals einem größeren Publikum vorstellen. Die Aussteller mit den drei besten Entwicklungen zeichnet der Gesundheitskonzern zudem mit dem Fresenius Erfinderpreis aus, der mit insgesamt 10.000 Euro dotiert ist. Über die Gewinner entscheidet eine mit Fachleuten aus Medizin und Wirtschaft besetzte Jury am ersten Messetag. An der Ausschreibung haben sich insgesamt rund 50 Ärzte, Naturwissenschaftler, Ingenieure, Techniker und Pflegekräfte beteiligt. Das Spektrum der gezeigten Neuentwicklungen reicht dabei von Methoden zur Erkennung von Krebs über eine neuartige künstliche Herzklappe bis hin zu einem Vibrationstrainer für Rollstuhlfahrer. Die Fresenius Erfindermesse findet alle zwei Jahre im Rahmen der MEDICA statt. Welche innovativen Ideen auf der Fresenius Erfindermesse regelmäßig präsentiert werden, zeigt zum Beispiel das Siegerprojekt der letzten Erfindermesse: Ein Team aus Wissenschaftlern der Fachhochschule Regensburg sowie der Universität Passau hatte einen Kugelschreiber mit einer Sensortechnik ausgestattet, die das neuromotorische Verhalten der Hand erfasst. Mit diesem Sensorstift können Ärzte Daten für die Diagnose und Therapie von Krankheiten wie Parkinson, Schizophrenie oder Schlaganfall gewinnen. Das zweitplazierte Projekt, zwei Universalausschläger zur Entfernung verschlissener Knochenimplantate, befindet sich bereits in der Vermarktung. Weitere ausgezeichnete Neuentwicklungen der vergangenen Jahre waren unter anderem eine Nadel zur leichteren Blutentnahme bei Frühgeborenen, ein Koloskop zur nahezu schmerzfreien Dickdarmspiegelung, ein neues Verfahren zur Herstellung von Stickstoffmonoxid und ein mobiles Waschgerät für bettlägerige Patienten. „Die Fresenius Erfindermesse bietet den Ausstellern die Chance, ihre Entwicklungen einem großen Fachpublikum und der Industrie vorzustellen,” erläutert Jury-Mitglied und Arzt Martin Hepper. „Damit möchte Fresenius den Forschern helfen, Unternehmen zu finden, die ihre Ideen zur Marktreife entwickeln oder vermarkten." So sollen die Erfindungen möglichst vielen Patienten zu Gute kommen, anstatt – was immer noch häufig vorkommt – in der Schublade zu verschwinden. Wie die Erfahrungen von Teilnehmern der vergangenen Erfindermessen zeigen, konnten viele Forscher erfolgreich Kontakte zu Unternehmen knüpfen. Im vergangenen Jahr zählte die MEDICA mehr als 137.000 Besucher aus dem In- und Ausland. Die Fresenius Erfindermesse ist auf der MEDICA in Halle 8b zu finden.


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